Wie der Tod von Anthoine Hubert Sebastian Vettel verändert hat

Wie der Tod von Anthoine Hubert Sebastian Vettel verändert hat

 

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Der Tod von Formel-2-Pilot Anthoine Hubert in Belgien 2019 erschütterte die Formel 1. Zwar ging die Show einen Tag nach dem tragischen Unfall des Franzosen ganz normal weiter, doch Sebastian Vettel gibt nun sieben Jahre später zu, dass er zum einzigen Mal in seiner Karriere wirklich in Erwägung zog, nicht an den Start zu gehen.  Motorsport Network (Fotomontage) Sebastian Vettel (Ferrari) und die Unfallstelle von Anthoine Hubert in Belgien

Vettel hatte sich damals neben Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc für die erste Startreihe qualifiziert, als kurz nach dem Formel-1-Qualifying hinter der Kuppe von Raidillon der schreckliche Unfall in der Formel 2 passierte, bei dem Hubert sein Leben ließ und Juan Manuel Correa schwer verletzt wurde. Die Formel 1 stand unter Schock – und so auch Vettel: “Ich hatte selbst Unfälle, aber das waren glücklicherweise nur leichtere. Ich habe auch andere verunglücken sehen. Aber dieser junge Mann hatte sein ganzes Leben noch vor sich, und es hörte einfach auf, während wir alle zusahen”, schreibt der ehemalige Weltmeister in einem Beitrag der New York Times.
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“Ich rief meine Frau Hanna an und sagte ihr, dass ich am Tag nach dem Unfall nicht fahren wollte”, verrät er. Laut ihm sei es das einzige Mal in seiner Karriere gewesen, dass er ernsthaft infrage stellte, wieder ins Auto zu steigen. “Ich habe in dieser Nacht schlecht geschlafen; dennoch entschied ich mich, das Rennen zu bestreiten.” Gedenkminute für Anthoine Hubert

Vettel trat an, genau wie alle anderen 19 Fahrer. Am Ende gewann ausgerechnet Leclerc sein erstes Formel-1-Rennen und widmete den Sieg seinem verstorbenen Freund. Die Gefahr beim Motorsport ist auch heute noch allgegenwärtig, auch wenn das von vielen Fahrern aufgrund der hohen Sicherheitsstandards häufig verdrängt wird. Meistens wird es erst wieder ins Gedächtnis gerufen, wenn etwas passiert. “Es gab Momente, in denen ich die Kontrolle über das Auto verlor, weil etwas brach oder ich einfach zu hart gepusht habe. Ich habe meinen Teil an Unfällen erlebt”, meint Vettel. “Auch wenn ein Crash sehr schnell passiert: Wenn es geschieht, scheint die Zeit langsamer zu laufen.” “Man beginnt, die erschütternde Realität und die Konsequenzen der Jagd nach hohen Geschwindigkeiten zu begreifen. Die brutale Gewalt eines Unfalls erinnert dich daran, womit du spielst. Aber ich bin weiter Rennen gefahren.” Vettels V-10-Plan: Was ihn an den F1-Regeln für 2026 nervt! Video wird geladen… Die Formel 1 wird immer elektrischer. Ab der kommenden Saison kommt die Hälfte des Antriebs aus einer Batterie.

Doch Spa 2019 veränderte etwas in ihm: “Nach diesem Wochenende dachte ich anders über meinen Sport, was ich erst nach meinem Rücktritt so richtig begriffen habe. Ich hatte nie Angst vor den Geschwindigkeiten, aber von da an konnte ich sie sehen, nicht nur spüren.”
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“Ich begann eine Verantwortung zu spüren, die ich zuvor nicht gehabt hatte”, so der Deutsche. “Ich fing an zu verstehen, dass Geschwindigkeit, Fortschritt und Innovation nur dann von Bedeutung sind, wenn sie uns in die richtige Richtung bewegen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Vettel beendete seine Formel-1-Karriere drei Jahre später. Eine Rückkehr in den professionellen Motorsport hat es bis heute nicht gegeben.

 
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