Aston-Rennleiter sagt danke: “Gut, dass ihr Journalisten uns geholfen habt”
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Der Grand Prix von Belgien war für Aston Martin in einer ohnehin demoralisierenden Formel-1-Saison 2026 eine weitere Enttäuschung. Lance Stroll, der Sohn des Teameigentümers, sah wegen eines Kupplungsdefekts die Zielflagge nicht. Und Fernando Alonso, vor 20 Jahren mal Weltmeister in der Königsklasse, wurde Letzter – gedemütigt, mit zwei Runden Rückstand, chancenlos sogar gegen Valtteri Bottas aus dem brandneuen Cadillac-Rennstall. Sutton Images Mike Krack hofft, dass Aston Martin in Ungarn eine Wende einleiten kann
Am Sonntagabend trommelte Mike Krack, der Leiter der Aston-Renncrew, wie immer ein paar Journalisten zusammen. Die Stimmung war – wie so oft in diesem Jahr – gedämpft. Aber immerhin voller Hoffnung. “Wird Zeit, dass wir wieder Rennfahren gehen”, sagt der Luxemburger. Denn dass Aston Martin ein echtes Rennen mit echten Gegnern bestritten hat, das ist eine Weile her: “Es war sogar schwierig für uns, mit dem Mittelfeld mitzuhalten. Was auch immer das Update bringen mag: Es ist für alle im Team das Wichtigste, dass wir jetzt mal wieder Rennfahren gehen”, gibt sich Krack hoffnungsvoll. Wie viel bringt das Aston-Update wirklich? Seine Hoffnungen beruhen auf jenem Update, das unter Chef-Mastermind Adrian Newey entwickelt wurde und beim bevorstehenden Grand Prix von Ungarn erstmals zum Einsatz kommen soll. Dem Hörensagen nach könnten die Änderungen bis zu zwei Sekunden pro Runde bringen. Selbst wenn das stimmen sollte: Alonso wäre damit im Spa-Qualifying genauso Vorletzter geworden wie mit dem “alten” Chassis.
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“Update” ist für das geplante Aston-Paket womöglich eine Untertreibung. Das britische Team musste das Chassis bei der FIA erneut crashtesten lassen. Auf die Frage, ob das bedeute, dass komplett neue Monocoques gebaut wurden, antwortet Krack: “Ja. Es ist ziemlich umfangreich. Wie Adrian schon gesagt hat, sind die Hauptelemente die Aerodynamik und das Gewicht. Und um das zu erreichen, musst du einiges umbauen. Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir erreicht.” Und weiter: “Wir zählen die Tage. […] Die Phase, in der wir über einen längeren Zeitraum keine Updates hatten, ist jetzt vorbei. Es sieht gut aus für die Zukunft. Und wir alle freuen uns einfach auf Budapest. Dort schauen wir dann, was wir haben.” Warum Aston Martin unter Druck steht Es wird in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Wochenende werden. Für Lawrence Stroll, der sich vermutlich nach der Gewissheit sehnt, mit dem von Newey angeführten Allstar-Team doch keinen folgenschweren Fehlgriff gemacht zu haben. Für Newey, den man an dem Update messen wird. Und für Alonso, der mit bald 45 Jahren irgendwann entscheiden muss, ob er sich die Formel 1 noch länger antut. Alle Formel-1-Teamchefs von Aston Martin
Sichtbar besser geworden ist in den vergangenen Wochen die Atmosphäre zwischen Aston Martin und Powerunit-Partner Honda. Nach dem Schock des Saisonbeginns ventilierte die Aston-Seite ihren Frust über den dramatischen Misserfolg auch mit verbalen Attacken gegen den neuen Partner. Mit Honda näher zusammengerückt Inzwischen ist wohl die Einsicht eingekehrt, dass man Honda nicht für alles verantwortlich machen kann. Und die größten Erfolgschancen für die Zukunft nicht darin liegen, die Partnerschaft auf dem Schlachtfeld der Medienplattformen in Schutt und Asche zu legen. Zumal Honda in der Geschichte der Formel 1 zwar manchmal etwas länger gebraucht hat, letztendlich aber fast immer erfolgreich war. Zusammengeschweißt hat auch der Druck von außen: “Die schlaflosen Nächte und die Prügel, die wir von euch bekommen haben, haben uns vereint”, sagt Krack in die Journalistenrunde in Spa. “Ihr habt uns ständig Fragen gestellt. Aber ihr wart nicht aggressiv – weil wir offen mit der Situation umgegangen sind. Ich denke, es war gut, dass ihr als Journalisten uns in dieser schwierigen Phase geholfen habt.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Ein Dank, der vermutlich auf der Annahme beruht, dass das Ungarn-Paket die Erwartungen erfüllen wird. Denn sollte Neweys Update floppen, dann könnte es mit der Gnade der internationalen Schlagzeilen schnell vorüber sein …
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