Lewis Hamilton: Überholmanöver sind 2026 “nicht mehr so befriedigend”

Lewis Hamilton: Überholmanöver sind 2026 “nicht mehr so befriedigend”

 

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Die Formel 1 hat sich in diesem Jahr verändert – vor allem, was die Zweikämpfe auf der Strecke betrifft. Wo die Piloten ihre Attacken früher geduldig vorbereiten mussten, um sich mit einem präzisen Bremsmanöver in die Kurve hinein vorbeizuschieben, scheint das Überholen 2026 deutlich einfacher geworden zu sein.  LAT Images Überholmanöver in der Kurve sind auch 2026 eine Seltenheit

Denn oft schießen die Fahrer aufgrund eines unterschiedlichen Energiehaushalts oder mithilfe des Overtake-Modus’ bereits auf den Geraden aneinander vorbei. Und das sorgt bei vielen Piloten für Frust. “Es ist definitiv nicht mehr so befriedigend wie früher”, stellt Lewis Hamilton klar. “Es geht vor allem darum zu verstehen, wie viel Batterieleistung man zur Verfügung hat”, ergänzt der Ferrari-Pilot mit Blick auf das unbeliebte Jojo-Racing. “Wenn man sie für ein Überholmanöver nutzt, hat der andere die Power, einen kurz darauf selbst zu überholen.”
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Auf vielen Strecken “sieht man Überholmanöver mitten auf der Geraden bei reduzierter Leistung”, betont der Brite. Solche Manöver, die in den ersten Saisonrennen teilweise sogar “aus Versehen” passierten, hinterlassen bei den Fahrern kaum ein Erfolgserlebnis. Hamilton: Klassisches Überholen noch immer schwierig Klassische Überholmanöver bleiben dagegen weiterhin schwierig, obwohl das neue Formel-1-Reglement in dieser Hinsicht eigentlich für Besserung sorgen sollte. “Auf wahrscheinlich der Hälfte der Strecken kann man immer noch nicht überholen, wenn man direkt hinter jemandem fährt”, sagt Hamilton. Ferrari vs. Mercedes: Enger Kampf oder nur eine Illusion? Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Großen Preis von China wirft Datenexperte Kevin Hermann einen genauen Blick auf die Zahlen hinter dem Rennen.

“Dann gibt es aber auch diese wirklich guten Strecken, auf denen es cool ist”, ergänzt der siebenfache Weltmeister. Denn längst nicht jedes Überholmanöver sei unbefriedigend, “zum Beispiel, wenn vieles beim Anbremsen entschieden wird, so wie es sein sollte.” Oscar Piastri bringt das Grundproblem der neuen Regeln schließlich auf den Punkt: “Das Traurige ist, dass man heute nur schwer unterscheiden kann, was ein großartiges Überholmanöver ist und was einfach dadurch erleichtert wurde, dass man 400 PS mehr hat als der Vordermann”, sagt der McLaren-Pilot. Warum Österreich gut war – und Silverstone nicht “Manchmal ist es ziemlich offensichtlich, aber an Orten wie Österreich konnte man ein wirklich gutes Überholmanöver zeigen”, erklärt der Australier. “Der Leistungsvorteil war nicht übermäßig groß. Man brachte sich in eine gute Position – und man konnte diese Position auch aus ziemlicher Distanz erreichen -, aber einfach war es sicher nicht.” Formel-1-Fails: Diese Regeländerungen waren ein Reinfall

In Silverstone seien Überholmanöver dagegen eher eine “Glückssache” gewesen. “Die Konzentration, die man in den ersten Runden allein dafür brauchte, um keine Kollisionen zu verursachen, war extrem hoch”, berichtet Piastri über die Startphase in Silverstone. “Es ist einfach sehr schwierig: Man versucht, den Boost-Knopf zu nutzen und abzuschätzen, ob man die Batterie jetzt einsetzen sollte oder später – besonders auf Strecken wie Silverstone, wo es vier oder fünf verschiedene Geraden gibt, auf denen man sie nutzen kann.” Überholmanöver sind 2026 “schwierig zu beurteilen” Der McLaren-Pilot vertritt deshalb eine ähnliche Ansicht wie Hamilton. “Manche Überholmanöver sind nach wie vor sehr beeindruckend”, lobt der 25-Jährige und ergänzt: “Andere sind es eindeutig nicht, weil sie einfach nur auf der Geraden stattfinden.” “Ich glaube, für uns ist es schwierig geworden zu beurteilen, was ein gutes Überholmanöver ist und was nicht – auch wegen dieser Unberechenbarkeit und der Tatsache, dass sich das Überholen von Strecke zu Strecke so stark unterscheidet.”
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“Früher hat man einfach überholt, ohne dass das groß hinterfragt wurde”, meint Piastri, aber “heute sagt man sich: ‘Okay, dieses Manöver war einfacher, weil wir auf dieser speziellen Strecke mit ihren jeweiligen Energieeigenschaften unterwegs sind.’ Die ganze Sache ist also einfach etwas komplizierter.”

 
Formel1.de 

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