“Es braucht Geduld”: Warum Audi nicht auf schnelle Punkte gepolt ist
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Audi arbeitet mit Hochdruck am langfristigen Aufbau des Formel-1-Projekts – kurzfristige Ergebnisse stehen dabei jedoch nicht im Mittelpunkt. Projektleiter Mattia Binotto betont, dass der Weg an die Spitze deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werde, als sich viele Fans wünschen. LAT Images Gabriel Bortoleto während des Formel-1-Wochenendes in Silverstone
Statt den Erfolg an einzelnen Punkteresultaten zu messen, konzentriere sich das Team auf den nachhaltigen Aufbau aller wichtigen Strukturen. “Wir wissen, dass es Zeit braucht, um ein solides Fundament aufzubauen”, erklärt Binotto. Dabei gehe es um weit mehr als nur die Performance auf der Rennstrecke. “Es geht um die Größe des Teams, die Fähigkeiten, die Kompetenz und die Infrastruktur.” Genau diese Bereiche müssten zunächst wachsen, bevor Audi dauerhaft um Spitzenplätze kämpfen könne. “Natürlich wären Punkte schön” Binotto versteht allerdings, dass die Erwartungen an den Einstieg der Marke mit den vier Ringen hoch sind. “Natürlich möchte man den Fortschritt möglichst schnell sehen”, sagt der Italiener. Auch aus sportlicher Sicht wären konstante Punkteergebnisse willkommen. “Es wäre großartig, so schnell wie möglich Punkte zu holen.”
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Dennoch dürfe sich das Team davon nicht unter Druck setzen lassen. “Am Ende müssen wir realistisch sein. Das ist das Team, das wir heute sind.” Genau auf dieser Basis wolle Audi Schritt für Schritt aufbauen. “Das wird Zeit brauchen.” Deshalb richtet Binotto den Blick bewusst weiter nach vorne. “Es braucht Geduld und den Fokus auf die mittlere und lange Frist. Genau dort liegen unsere Ambitionen und genau dafür bauen wir dieses Projekt auf.” Immer wieder war in den vergangenen Monaten die Rede davon, dass ein komplett neues Werksteam rund fünf Jahre benötigen könnte, um sich dauerhaft an der Spitze der Formel 1 zu etablieren. Auch wenn Binotto keinen konkreten Zeitplan nennen will, widerspricht er dieser Größenordnung nicht grundsätzlich. Klare Rückendeckung für Nico Hülkenberg Neben dem sportlichen Aufbau spricht Binotto auch über die Fahrerpaarung. Zuletzt hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, dass Carlos Sainz künftig ein Kandidat für Audi sein könnte. Für Binotto besteht aktuell jedoch keinerlei Anlass, an seiner Besetzung zu zweifeln. Video wird geladen…
“Wir haben immer gesagt, dass wir ein großartiges Fahrerduo haben.” Dabei widerspricht er auch der häufigen Beschreibung, Audi verfüge über einen erfahrenen Piloten und einen Rookie. “Mir wird oft gesagt, wir hätten einen Routinier und einen Anfänger.” Seine Sichtweise fällt anders aus. “Tatsächlich haben wir zwei schnelle Fahrer. Und genau das macht mich zufrieden.” “Nico hat noch viel Benzin im Tank” Besonders deutlich fällt Binottos Lob für Nico Hülkenberg aus. “Beide Fahrer sind sehr schnell”, sagt der Audi-Projektleiter. Über den Deutschen ergänzte er mit einem Schmunzeln: “Nico hat noch viel Benzin im Tank.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Vor allem dessen Einstellung beeindrucke ihn. “Man sieht seinen Fokus. Er ist schnell, konstant und wirkt fast wie ein junger Fahrer.” Deshalb macht sich Binotto auch keinerlei Gedanken über dessen Zukunft. “Er hat noch viele Jahre vor sich. Er macht seine Sache sehr gut und wir sind sehr zufrieden.”
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