“Kostenlose Rundenzeit”: Warum Williams schon jetzt für 2027 plant

“Kostenlose Rundenzeit”: Warum Williams schon jetzt für 2027 plant

 

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Zum Saisonstart in Australien war kaum abzusehen, dass sich Williams schnell wieder berappeln würde. Die Performance war schlicht nicht konkurrenzfähig – auch weil der FW48 viel zu schwer ist. Doch in den letzten drei Rennen sprangen regelmäßig Punkte heraus. In Monaco fuhr Alexander Albon sogar auf einen starken 8. Platz, sammelte damit die bisher größte Punkteausbeute für das britische Team.  LAT Images Ab jetzt nur noch “kostenlose Rundenzeit” – Williams fokussiert Entwicklung auf 2027

Der Aufwind stimmt auch Teamchef James Vowles zufrieden. Er sei stolz, “wie wir uns nach dem sehr schwierigen Saisonbeginn bis hin zu Miami, Montreal und Monaco entwickelt haben”. Der Williams habe sich “von einem Auto, das noch in Q1 ausgeschieden ist, zu einem Auto, das jetzt in all diesen Rennen in die Punkte fährt”, entwickelt. Während des Winters habe man zwar Rückschritte gemacht, aber Vowles ist vor allem stolz darauf, “dass die Welt sehen kann, dass sich Williams verändert hat”. Vor ein paar Jahren noch wäre Williams wohl am Ende des Feldes hängengeblieben. “Und jetzt haben wir die Fähigkeit, sehr schnell Performance ans Auto zu bringen”, so der Teamchef weiter. Doch um nächsten Winter bessere Arbeit abzuliefern, rücke der Entwicklungsfokus jetzt bereits auf 2027. Entwicklung für 2026 bereits abgeschlossen – nur die Teile fehlen noch Denn das Problem Gewicht sei inzwischen vollumfänglich von den Ingenieuren bearbeitet worden. “Jetzt müssen wir das nur noch produzieren”, so der Williams-Teamchef. Damit einher gehe die Aerodynamik-Arbeit für 2026. Auch die sei von der Ingenieursarbeit her größtenteils abgeschlossen. Dennoch verspricht Vowles, dass das Thema Gewicht “bis zum Ende des Jahres tatsächlich noch eine Menge Performance bringen wird”. “Mehr als irgendjemand durch Aerodynamik-Pakete finden wird”, ist sich der Brite sicher. Video wird geladen…  

Auch Carlos Sainz hofft, “dass wir das letzte Drittel der Saison ohne dieses Handicap bestreiten können”. Das Abspeckprogramm lege jedoch auch schonungslos offen, wo Williams “in Sachen Aerodynamik und mechanischer Performance” wirklich stehe.
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Bei Williams geht es in der Entwicklung jetzt also primär um die Zukunft. Der Großteil des Teams arbeite inzwischen an den aerodynamischen Entwicklungen für das 2027er Auto. Und so bringt der schwere Williams eventuell noch einen Vorteil gegenüber den anderen Teams, denn er kann abspecken und so laut Vowles “kostenlose Rundenzeit” generieren. Williams plant auch in Zukunft mit Albon und Sainz Williams gehe das Risiko ein, sich früh auf das kommende Jahr zu konzentrieren. Das eröffne “eine Chance” für den Traditionsrennstall, “während andere dieses Risiko vielleicht so früh noch nicht eingehen wollen”. Zu den Zukunftsüberlegungen gehören natürlich auch die beiden Fahrer. Vowles rechnet da mit Kontinuität und auch Sainz und Albon scheinen weiter am Projekt “Williams zurück zu alter Stärke” interessiert zu sein. “Im Moment wollen Carlos und Alex ihre Zukunft hier verbringen. Das haben sie mir gesagt, das haben sie gleichzeitig auch öffentlich gesagt.” Die Williams-Story

Der 46-Jährige weiß natürlich dennoch um die Schnelllebigkeit bei Personalwechseln in der Formel 1. “Wir befinden uns auf dem Transfermarkt immer noch an einem Punkt, an dem alle Teams – sollte morgen ein Cockpit bei Mercedes frei werden – dumm wären, nicht zu prüfen, welche Optionen sie haben.”
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Mit dem Rückschritt im Winter und dem Übergewicht des FW48 sieht sich Vowles aber auch in einer Art Bringschuld. “Meine Aufgabe ist es, ihnen zu zeigen, wie wir das schnell korrigieren werden.” Er wolle den beiden Fahrern ein Umfeld bieten, “in dem sie wieder um Podestplätze und in Zukunft um mehr kämpfen können, so wie wir es im letzten Jahr getan haben”. (Der aktuelle WM-Stand in der Konstrukteurswertung)

 
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