Longruns Österreich: Antonelli vorn, Ferrari bleibt blass

Longruns Österreich: Antonelli vorn, Ferrari bleibt blass

 

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Nach den Freitagstrainings beim Formel-1-Wochenende in Österreich hat sich Mercedes klar in die Favoritenrolle gefahren – allen voran WM-Leader Andrea Kimi Antonelli. Der Italiener setzte sowohl im ersten als auch im zweiten Freien Training die Bestzeit und überzeugte zudem mit der stärksten Longrun-Pace.  LAT Images Lewis Hamilton konnte am Freitag in Österreich nicht an Ferraris starker Spanien-Pace anknüpfen

Traditionell richtet sich der Fokus im zweiten Training auf die Longruns mit hohem Benzinstand, um Rückschlüsse auf Rennpace und Reifenverschleiß ziehen zu können. Antonelli war dabei Schnellster und lag nach Bereinigung unterschiedlicher Reifenmischungen und Stintlängen 0,06 Sekunden pro Runde vor Mercedes-Teamkollege George Russell. McLaren stellte das zweitschnellste Longrun-Paket, hatte jedoch bereits einen bereinigten Rückstand von 0,21 Sekunden pro Runde. Vor allem der hohe Reifenabbau bereitete dem Weltmeisterteam Probleme, obwohl die Pace zu Beginn der Stints durchaus konkurrenzfähig war. Keine Spur von Ferrari: Was ist mit dem Motor-Update? Für Ferrari verlief der Freitag enttäuschend. Dabei reiste die Scuderia mit Rückenwind nach Spielberg: Nach dem Sieg in Spanien mit einem überarbeiteten Chassis brachte man nun auch ein Motor-Update nach Österreich mit, das Hoffnungen auf einen weiteren Schritt nach vorne geweckt hatte.
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Auf einer schnellen Runde wie auch in den Longruns blieb Ferrari jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Lewis Hamilton fehlten im zweiten Training 0,597 Sekunden auf die Bestzeit, im Longrun betrug sein bereinigter Rückstand 0,51 Sekunden pro Runde. Auch Charles Leclerc, der im ersten Training sein Cockpit an Rookie Dino Beganovic abgegeben hatte, fand nicht in seinen Rhythmus. In der Qualifyingsimulation lag er 0,841 Sekunden hinter Antonelli, im Longrun wuchs der Rückstand sogar auf 0,97 Sekunden pro Runde an. Die tägliche F1-Show zum Grand Prix von Österreich | Longruns Freitag F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…  

Auffällig war, dass Ferrari die meiste Zeit in den kurvenreichen Sektoren zwei und drei verlor. Im topspeedlastigen ersten Streckenabschnitt fiel der Rückstand auf Mercedes deutlich geringer aus, auch wenn dieser Sektor der kürzeste der Runde ist. Von der bisherigen Stärke des Ferrari-Chassis war am Freitag in Spielberg jedenfalls wenig zu sehen. Wie in Barcelona? McLaren kämpft erneut mit den Reifen Bei McLaren zeigten sich Parallelen zum vergangenen Rennwochenende in Barcelona. Oscar Piastri (+0,237) präsentierte sich auf eine schnelle Runde stark und war damit schneller als Teamkollege Lando Norris (+0,325), doch im Longrun drehte sich das Bild komplett. Wie bereits in Barcelona hatte Piastri sichtbar mit seinen Reifen zu kämpfen. Im Longrun lag sein bereinigter Rückstand auf Mercedes bei 0,50 Sekunden pro Runde und damit rund drei Zehntel über Norris. Generell litt McLaren unter hohem Reifenverschleiß von rund drei Zehntelsekunden pro Runde. Zum Vergleich: Beide Mercedes-Piloten bewegten sich bei etwa einer Zehntelsekunde pro Umlauf – und fuhren gleichzeitig schnellere Rundenzeiten. Red-Bull-Update: Schritt nach vorn oder ohne Wirkung? Auch Red Bull stand in Spielberg im Fokus. Mit dem zweiten großen Update-Paket der Saison sollte der finale Anschluss an die Spitze gelingen, nachdem bereits das erste größere Upgrade in Miami deutliche Fortschritte gebracht hatte. Der erhoffte Durchbruch blieb am Freitag jedoch zunächst aus.
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Max Verstappen verlor in der Qualifyingsimulation 0,550 Sekunden auf Antonelli, im Longrun betrug der Rückstand noch 0,27 Sekunden pro Runde. Auch der ehemalige Weltmeister kämpfte mit Reifenabbau, zudem verlor der Red Bull in allen Streckenabschnitten konstant Zeit auf den Mercedes.
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Dennoch scheint Red Bull aktuell die dritte Kraft hinter Mercedes und McLaren zu sein. Über Nacht könnten Set-up-Anpassungen das Kräfteverhältnis allerdings noch einmal verändern. Mittelfeld: Audi erneut stark, Williams und Aston Martin abgeschlagen Im Mittelfeld zeigte sich ein ähnliches Bild wie zuletzt. Alpine, Racing Bulls und Audi bilden derzeit offenbar das vordere Mittelfeld, gefolgt von Haas und Williams mit einer Lücke. Dahinter rangieren die Hinterbänkler Cadillac und Aston Martin. Besonders Nico Hülkenberg (+0,80) überzeugte erneut mit einer starken Longrun-Pace. Wie schon an den vergangenen Freitagen bleibt jedoch die Frage, ob Audi dieses Potenzial endlich in zählbare Ergebnisse umsetzen kann. Auch der deutsche Hersteller brachte ein umfangreiches Update-Paket nach Spielberg.
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Ebenfalls starke Longruns zeigten Alpine (+0,83) und Racing Bulls (+0,94). Haas verlor auf seiner eigentlichen Paradestrecke 1,27 Sekunden pro Runde auf Mercedes. Williams (+1,82) und Aston Martin (+3,03) waren klar abgeschlagen. Cadillac absolvierte nach technischen Problemen keine Longruns. Hitzeschlacht: Wird Österreich zum Dreistopprennen? Die aktuelle Hitzewelle in Europa macht auch vor Spielberg nicht Halt und dürfte die Rennstrategie maßgeblich beeinflussen. Im Vorjahr setzte sich an der Spitze eine Zweistoppstrategie durch, während im Mittelfeld teilweise nur einmal gestoppt wurde. Unter den aktuellen Bedingungen scheint ein Einstopprennen 2026 jedoch kaum realistisch. Wie Ferrari ’01: Muss Russell “für die Meisterschaft” beiseite fahren? I Medientag F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…  

Die Longruns am Freitag ergaben einen durchschnittlichen Reifenabbau von 0,164 Sekunden pro Runde über das gesamte Feld. Damit rückt sogar eine Dreistoppstrategie – wie zuletzt in Barcelona – in den Bereich des Möglichen. Dafür dürfte die Strecke im weiteren Verlauf des Wochenendes mehr Grip aufbauen, was den Reifenverschleiß wieder etwas reduzieren könnte.
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“Eigentlich waren diese warmen Bedingungen hier in Österreich nicht zu erwarten”, erklärt Pirelli-Sportchef Dario Marrafuschi gegenüber Sky. “Wir haben die drei weichsten Mischungen dabei und der Verschleiß ist stärker als erwartet.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Vor dem Rennwochenende gingen wir von einer Ein- oder Zweistoppstrategie aus. Wir haben erwartet, dass zwei Stopps etwas schneller sein würden. Unter diesen Bedingungen haben wir in den Longruns jedoch einen Reifenabbau von fast zwei Zehnteln pro Runde festgestellt. Deshalb gehe ich aktuell davon aus, dass es mindestens auf eine Zweistoppstrategie hinauslaufen wird.”

 
Formel1.de 

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