Toto Wolff: Warum Russell in Monaco nachträglich Vierter werden müsste
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Das nachträgliche Podium für Pierre Gasly beim Grand Prix von Monaco beschäftigt Mercedes-Teamchef Toto Wolff weiterhin. Schließlich wäre George Russell, so die Interpretation des 54-Jährigen, ohne seine Durchfahrtsstrafe am Rennsonntag Vierter geworden. Stattdessen steht für den WM-Dritten nur Platz zwölf zu Buche. LAT Images Toto Wolff ist vom Umgang der FIA mit dem Monaco-Fiasko nicht begeistert
Formula One Management, der offizielle Zeitnehmer der Formel 1, hat nach dem Rennen im Fürstentum einen Messfehler bei den Zeitmessschleifen in der Boxengasse festgestellt. Da man den kürzesten Abstand zwischen den ersten beiden Schleifen als zu lang angegeben hatte, wurden Piloten wie Gasly, Russell oder Hamilton in diesem Bereich mit einer zu hohen Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen. Dabei konnte etwa Alpine belegen, dass Gasly zu keinem Zeitpunkt schneller war als die erlaubten 60 km/h. Basierend auf dieser Feststellung wurde dem Team aus Enstone die Zeitstrafe aus dem Grand Prix von Monaco wieder zurückgezogen. Für Hamilton, Russell oder Oscar Piastri bedeutet dies aber zunächst keinen Trost. Keine WM-Punkte für Russell Das Problem? Außer Gasly hatten alle anderen Fahrer, die laut FIA am Sonntag zu schnell waren, versucht, ihre Strafen bei Boxenstopps abzusitzen, oder mussten für den nicht korrekt umgesetzten Versuch eben dieses Vorgangs mit einer Durchfahrtsstrafe leben.
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Zweiteres hinderte Russell in Monaco an einem Ergebnis in den Punkten, denn durch die Durchfahrtsstrafe verlor der WM-Dritte, so die Rechnung bei Mercedes, rund 20 Sekunden. Video wird geladen…
Auf die Frage, ob es nicht schwierig sei, dass die Strafe für Gasly in der Folgewoche zurückgezogen wurde, antwortet Wolff am Sky-Mikrofon: “Ganz schwierig, ja. Ich glaube, im Racing passieren Fehler, [aber] ich weiß nicht, wie man das revidieren kann.” Unverständnis bei Red Bull Bei Red Bull ist man vom Ergebnis der von Alpine geforderten Untersuchung auch nicht begeistert. Schließlich verlor man durch die Entscheidung einen Podestplatz mit Isack Hadjar am Steuer. “Schaut mal, selbst wenn wir versuchen, das Podium da herauszunehmen, ist das für die TV-Zuschauer doch offensichtlich”, so Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies gegenüber Sky Deutschland. “Du hast eine Strafe, die man nicht anfechten kann, und fährst dementsprechend [ins Ziel]. Du weißt also, welche Autos um dich herum diese Strafe haben und welche sie während des Rennens abgesessen haben.” Formel-1-Quiz
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Südafrika Niederlande Großbritannien Südkorea Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Daher ist es immer extrem schwierig zu akzeptieren, wenn das nach all diesen nicht anfechtbaren Strafen am Ende doch zurückgezogen wird. Das müssen wir uns gemeinsam als Sport sicherlich genauer anschauen.”
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Gegenüber Sky betont Mekies zudem, dass es wichtig sei, dass die Fans nach Zieleinlauf auch wissen, wer eigentlich auf welcher Position gewertet wird. In Barcelona wird bereits über einen möglichen Protest von McLaren und Red Bull diskutiert. Auch Williams-Teamchef James Vowles zeigt sich gegenüber Sky von der Entscheidung der FIA “überrascht, um es ganz offen zu formulieren.” Unterstützung durch Williams? Auf die Frage, ob er Red Bull und McLaren bei einem Protest unterstützen würde, betont Vowles: “Absolut würde ich [Red Bull und McLaren] dabei unterstützen.”
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Zuvor betont der Teamchef bei Sky: “Wir haben am Freitag eine Geldstrafe für Speeding [in der Boxengasse] bekommen, uns das angeschaut und festgestellt: ‘Ah, das ist also das Problem’, und unseren Geschwindigkeitsbegrenzer nach unten geschraubt. So sind halt die Regeln.” Vowles spielt darauf an, dass man in Monaco durch den Umbau der Leitplanken für 2026 eine etwas kürzere Linie am Boxeneingang fahren konnte. Die FIA hatte vor dem Grand Prix davor gewarnt, dass genau dieser Versuch der Teams zu Problemen führen könnte. “Wir wissen, dass niemand den Geschwindigkeitsbegrenzer auf genau 60 km/h setzt”, so Vowles.
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“Der liegt immer ein wenig darunter, je nachdem, wie du eben fährst. Mein Rat ist also: Fahrt so, wie ihr am Freitag und Samstag [in die Box] fahrt, eben auch am Sonntag. Verändere nicht deine Linie, denn genau das überrascht dich dann plötzlich.”
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