Warum Max Verstappen immer schon am Sonntagabend heimfliegt
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Für Max Verstappen endet ein Formel-1-Wochenende nicht erst, wenn er nach dem Rennen die Strecke verlässt. Der Red-Bull-Pilot möchte anschließend so schnell wie möglich zurück zu seiner Familie. Deshalb versucht er, bereits am Sonntagabend den Heimflug anzutreten. Dahinter steckt vor allem der Wunsch, möglichst viel Zeit mit seiner Tochter Lily zu verbringen. LAT Images Nicht nur auf der Strecke: Max Verstappen hat es auch nach den Rennen eilig
“Nach einem Rennen versuche ich inzwischen eigentlich immer, noch am Sonntagabend direkt nach Hause zu fliegen. Um möglichst viel Zeit zu Hause zu verbringen”, erklärt Verstappen im Interview mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf. Wie wichtig ihm die Zeit mit seiner Tochter ist, zeigt sich auch daran, was er nach seiner Ankunft macht. Ist Lily bereits eingeschlafen, lässt er sie in Ruhe. “Wenn sie schläft, wecke ich sie nicht. Dann lasse ich sie natürlich einfach schlafen. Aber ich schaue oft kurz nach ihr, ohne sie zu stören. Und sobald sie wach ist, möchte ich möglichst viel Zeit mit ihr verbringen.” Verstappen bemerkt, dass Lily seine Abreisen mitbekommt Die Reisen rund um die Formel 1 bedeuten für Verstappen regelmäßig, dass er seine Familie zurücklassen muss. Lily ist inzwischen eineinhalb Jahre alt und beginnt zu verstehen, wenn ihr Vater das Haus verlässt. Der Niederländer versucht deshalb, seine Abreise möglichst unauffällig zu gestalten.
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Dabei erinnert ihn die Situation an seine eigene Kindheit. Verstappen hatte früher erzählt, dass er als ungefähr Dreijähriger geweint habe, wenn sein Vater Jos zu Formel-1-Rennen aufgebrochen sei. Damals sei es besser gewesen, wenn sich sein Vater heimlich verabschiedet habe. Nun steht Verstappen selbst vor dieser Herausforderung. “Ich merke jetzt schon, dass meine Tochter langsam mitbekommt, wenn ich weggehe. Deshalb versuche ich schon jetzt, das möglichst dann zu machen, wenn sie es nicht bemerkt.” Familienzeit spielt auch bei Verstappens Zukunft eine Rolle Für Verstappen geht es dabei nicht nur um die Organisation einzelner Rennwochenenden. Der viermalige Weltmeister macht deutlich, dass die Zeit mit seinen Kindern auch bei seinen späteren Karriereentscheidungen berücksichtigt werden soll. Ein Leben, das dauerhaft von Reisen und Abwesenheit geprägt ist, entspricht offenbar nicht seiner Vorstellung für die Zukunft. Video wird geladen…
“Das wird später auch eine Rolle spielen, wenn es um meine Zukunft geht. Ich möchte nicht ständig unterwegs sein, sondern meine eigenen Kinder aufwachsen sehen”, sagt Verstappen. Seine Begründung fällt persönlich aus: “Denn wenn sie erst einmal 18 sind, kann es sein, dass sie ‘Tschüss’ sagen und die Tür hinter sich zumachen.” Wie sich diese Überlegungen konkret auf die Dauer seiner Formel-1-Karriere auswirken werden, lässt Verstappen offen. Seine Aussage macht jedoch klar, dass sportliche Ziele nicht der einzige Maßstab für seine Zukunft sind. Die Möglichkeit, seine Kinder aufwachsen zu sehen, hat für ihn einen eigenen Stellenwert. Erfolge helfen beim Umgang mit Rückschlägen Im selben Interview spricht Verstappen auch darüber, wie er mit sportlichen Enttäuschungen umgeht. Die Frustrationen aus der ersten Saisonhälfte habe er offenbar leichter verarbeitet, als es ihm früher möglich gewesen wäre. Dass er inzwischen zahlreiche Erfolge gefeiert hat, spiele dabei eine Rolle.
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Auf die Frage, ob ihm das bereits vor sieben Jahren ohne WM-Titel genauso gelungen wäre, antwortet er: “Haha, nein! Das glaube ich zumindest nicht. Natürlich hilft es, wenn man schon viel erreicht hat. Dann kann man mit bestimmten Dingen leichter abschließen, als wenn man sich noch vor allen anderen beweisen muss.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Einen direkten Zusammenhang zwischen seiner Vaterrolle und dem Relativieren eines schlechten Rennergebnisses sieht Verstappen allerdings nicht. “Ich glaube nicht, zumindest nicht dabei, ein Rennergebnis zu relativieren”, sagt er.
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