Warum sich Audi immer noch als “kleines” Team sieht
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Formel-1-Neueinsteiger Audi hat unmittelbar vor der Sommerpause in drei aufeinander folgenden Rennen gepunktet, wähnt sich im Vergleich zu den etablierten Teams jedoch noch immer im Hintertreffen. LAT Images Gabriel Bortoleto im Audi R26 beim Formel-1-Rennwochenende in Ungarn 2026
Audi-Projektleiter Mattia Binotto sagte in Spa-Francorchamps im Gespräch mit Sky: “Man darf nicht vergessen: Auch wenn jetzt Audi über dem Team steht, befinden wir uns noch mitten in der Transformation von Sauber.” “Noch vor sechs Monaten trat das Team unter dem Namen Sauber an. Deshalb sind unsere internen Kapazitäten nach wie vor begrenzt. Wir bauen sie für die Zukunft zwar kontinuierlich aus, verfügen derzeit aber noch nicht über die gleichen personellen und technischen Ressourcen wie die großen Spitzenteams.” Was über die Audi-Mitarbeiterzahlen bekannt ist Zu ihren Mitarbeiterzahlen machen die Rennställe traditionell keine konkreten Angaben. Ein Audi-Sprecher bestätigt auf Nachfrage lediglich, das Team sei gegenüber Sauber-Zeiten “deutlich gewachsen”.
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Die Ausgangsbasis lag laut Blick bei “rund 600 Beschäftigten” und dürfte inzwischen überholt sein – alleine schon, weil Audi mit Neuburg an der Donau und Bicester in England zwei weitere Formel-1-Standorte unterhält, die das Sauber-Team nicht hatte. Blick schätzte die Mitarbeiterzahl bei Audi daher bereits Ende 2025 auf “rund 1.200 Personen”. Damit dürfte Audi personell zumindest noch hinter Ferrari und Mercedes liegen, deren Personalstamm auf jeweils mehr als 1.200 Mitarbeiter geschätzt wird. Entscheidend ist die technische Weiterentwicklung Doch entscheidend ist in der modernen Formel 1 nicht so sehr die Anzahl der Beschäftigten, sondern deren Schlagkraft: Wie gut gelingt es einem Team im Saisonverlauf, das Auto schneller zu machen? “Letztlich geht es dabei um Effizienz und um die Budgetobergrenze”, erklärte Binotto. “Ich glaube, dass alle Teams beim Thema Entwicklung unter dem Budget Cap vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Man muss entscheiden, wie viel Entwicklung man sich innerhalb einer Saison leisten kann – und gleichzeitig bereits die Saison 2027 und die Zukunft im Blick behalten. Und je schneller ein Team entwickeln kann, desto besser.” Was Binotto bei Audi ausdrücklich “zuversichtlich” stimmt Technisch komme Audi voran, sagte Binotto: “Wir machen sehr gute Fortschritte im Windkanal. Das ist ein äußerst positives Signal und stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft.” (Fotostrecke: Die Audi-Meilensteine in der Formel 1) Die Audi-Meilensteine in der Formel 1
Entscheidend aus Audi-Sicht ist laut Binotto jedoch vor allem, welchen Eindruck neue Teile auf der Rennstrecke hinterlassen. Dieser Eindruck sei beim Spielberg-Update “glücklicherweise sehr gut” gewesen, erklärte Binotto. Das habe das Rennwochenende in Spa-Francorchamps noch einmal verstärkt.
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“Wir haben zusätzliche Vergleichstests durchgeführt und noch einmal verschiedene Aero-Pakete miteinander verglichen. Das lag allerdings nicht daran, dass wir Zweifel hatten. Es gehört einfach zu einem sauberen Entwicklungsprozess, möglichst viele Daten zu sammeln und sie mit den Ergebnissen aus Windkanal und Simulator abzugleichen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass alle Werkzeuge dieselbe Richtung vorgeben.” “Das neue Paket hat genau die erwartete Leistung gebracht”, sagte Binotto. “Für uns ist das erneut ein sehr positives Zeichen. Denn es bestätigt, dass wir bei der Fahrzeugentwicklung den richtigen Weg eingeschlagen haben und dass die Korrelation zwischen Windkanal, Simulator und Strecke funktioniert.” Dreimal in Folge Punkte für Audi Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Seit dem Spielberg-Update erzielte Audi in den Grands Prix in Silverstone, Spa und Budapest zwei achte Plätze und einen neunten Platz und sammelte so zehn seiner bislang zwölf WM-Punkte. In der Formel-1-Konstrukteurswertung zog Audi damit an Traditionsteam Williams vorbei und liegt zur Sommerpause auf Platz acht unter zwölf Teams.
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